Öffentliches WLAN sicher nutzen, im Café, Hotel und am Flughafen
Wie gefährlich offene Hotspots wirklich sind, welche Angriffe es gibt und mit welchen einfachen Regeln du auch unterwegs sicher surfst.
Kostenloses WLAN gibt es heute fast überall. Praktisch, aber du teilst das Netzwerk mit Fremden und weißt nicht, wer es betreibt. Die gute Nachricht vorweg: Durch die heute übliche HTTPS-Verschlüsselung ist öffentliches WLAN deutlich weniger gefährlich als noch vor einigen Jahren. Ein paar Risiken bleiben trotzdem.
Was im öffentlichen WLAN passieren kann
Gefälschte Hotspots. Ein Angreifer stellt einen Hotspot mit vertrauenswürdigem Namen auf, etwa „Hotel_Gast“ oder „Airport_Free_WiFi“. Wer sich verbindet, schickt seinen gesamten Datenverkehr über das Gerät des Angreifers.
Mitlesen unverschlüsselter Verbindungen. Websites ohne HTTPS und manche ältere Apps übertragen Daten im Klartext. Im selben Netzwerk lassen sie sich mitlesen.
Gefälschte Anmeldeseiten. Die Seite, auf der du die Nutzungsbedingungen bestätigst, fragt plötzlich nach deinem Google- oder Microsoft-Passwort, oder sie leitet dich auf eine gefälschte Seite um.
Zugriff auf freigegebene Ordner. Ist dein Laptop so eingestellt, als wärst du im Heimnetz, sind freigegebene Ordner oder Drucker für andere im selben WLAN sichtbar.
Die wichtigsten Regeln
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Auf HTTPS achten. Das Schloss-Symbol und
https://in der Adresszeile zeigen, dass die Verbindung zur Website verschlüsselt ist. Ignoriere niemals eine Zertifikatswarnung im öffentlichen WLAN. -
Den richtigen Hotspot wählen. Frag beim Personal nach dem genauen Namen des Netzwerks. Sei misstrauisch bei mehreren ähnlich lautenden Netzen.
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Netzwerk als „öffentlich“ einstufen. Windows fragt beim ersten Verbinden, ob das Netzwerk privat oder öffentlich ist. Wähle „öffentlich“. Dann ist dein Gerät für andere nicht sichtbar, und Freigaben sind deaktiviert.
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Keine Passwörter auf der Anmeldeseite des Hotspots. Zum Freischalten des WLANs reicht meist ein Klick, eine Zimmernummer oder ein Code vom Personal. Gib dort nie deine Zugangsdaten für andere Dienste ein.
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Automatisches Verbinden ausschalten. Sonst verbindet sich dein Handy später von selbst mit einem gefälschten Netz gleichen Namens.
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Zwei-Faktor-Anmeldung nutzen. Selbst wenn ein Passwort abgegriffen wird, reicht es dann nicht für den Zugang. Mehr dazu in Zwei-Faktor-Authentifizierung.
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Für Wichtiges das Handy-Netz verwenden. Online-Banking oder Firmenzugänge erledigst du unterwegs am besten über die mobile Datenverbindung oder einen Hotspot deines eigenen Handys.
Brauche ich ein VPN?
Ein VPN verschlüsselt deinen gesamten Datenverkehr zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server. Für andere im selben WLAN ist dann nichts mehr mitzulesen, auch nicht von Apps, die selbst schlecht verschlüsseln. Außerdem sehen besuchte Websites nicht deine echte IP-Adresse, sondern die des VPN-Servers.
Ein VPN lohnt sich vor allem, wenn du oft in Hotels, Zügen oder Cafés arbeitest, wenn du beruflich mit sensiblen Daten zu tun hast oder wenn dein Arbeitgeber es vorschreibt.
Was ein VPN nicht kann: Es schützt nicht vor Phishing, nicht vor Schadsoftware und macht dich nicht anonym. Der VPN-Anbieter selbst sieht deinen Datenverkehr, deshalb ist die Wahl eines vertrauenswürdigen Anbieters wichtig.
Ob dein VPN funktioniert, prüfst du mit Meine IP-Adresse: Mit eingeschaltetem VPN sollte dort eine andere Adresse stehen als ohne.
Kurz zusammengefasst
Für normales Surfen auf HTTPS-Seiten ist öffentliches WLAN heute meist in Ordnung, solange du den richtigen Hotspot wählst und keine Warnungen wegklickst. Für Bankgeschäfte und Firmenzugänge nimm lieber das Handy-Netz oder ein VPN.